Bedeutende Denkmäler

Bedeutende Denkmäler

Babice u Rosic

Kapelle des hl. Antonius von Padua
Ursprünglich stand im Ort nach mündlichen Überlieferungen ein kleines Glockentürmchen mit gemauertem Unterbau und einem hölzernen oberen Teil, in dem die Glocke hing. Vor dem Türmchen standen zwei Linden, die wir hier noch heute finden. Im Jahr 1863 wurde anstelle des alten Glockentürmchens eine Kapelle erbaut, die ursprünglich zwei Glocken besaß, welche jedoch während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmt wurden, da ihr Metall für Kanonen gebraucht wurde. Heute hängt in der Kapelle nur eine kleinere Glocke aus dem Jahr 1943. 1925 mußte das baufällige Schindeldach des Turms erneuert werden. Der einstige Zwiebelturm erhielt eine hohe Spitze, die mit Blech verkleidet wurde.




Kreuz zum Gedenken an den Abzug der napoleonische Armee
Die hiesige Gegend litt sehr unter den Napoleonischen Kriegen. Nachdem Kaiser Franz I. im Jahr 1805 wegen der Besetzung Wiens nach Brünn geflohen war, begannen sich in der Umgebung dieser Stadt die österreichischen und russischen Heere zu konzentrieren, und unmittelbar darauf folgte auch die Armee Napoleons. Die ersten französischen Einheiten erschienen in Babice am 19. November 1805, und schon am nächsten Tag zog Kaiser Napoleon selbst mit seiner Garde durch das Brünner Tor. Zur Erinnerung an den Abzug der französischen Truppen ließen die Dorfbewohner später an der Straße nach Rosice ein Gedenkkreuz aufrichten. In das Denkmal sind die Namen der damaligen Ratsherren von Babice eingemeißelt. Im Jahr 1882 wurde bei dem Kreuz zur Erinnerung an die Verlobung des Kronprinzen Rudolf ein Obstgarten mit Pflaumenbäumen angepflanzt. Entsprechend dem damaligen Beschluß der Gemeindeverwaltung erhielt der Garten den Namen „Rudolfsgarten“.




Grube Ferdinand
In nordwestlicher Richtung vom Ort befand sich die Grube Ferdinand, wo von 1862 bis 1955 Steinkohle gefördert wurde. Die größte Fördertiefe des Schachts betrug 794 Meter, und die Grube hatte 8 Sohlen. Vom Betrieb des Bergwerks zeugen erhaltene Reste der Förderanlagen und auch eine bis heute erkennbare Halde, deren Material auch zum Zuschütten der Grube im Jahr 1992 diente.



Lukovany

Kirche St. Wenzel
Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut. Der Eingang führt durch den Turm mit Zwiebelhaube, in dem sich drei Glocken befinden. Die zwei aus dem Jahr 1969 sind dem heiligen Wenzel und der Jungfrau Maria geweiht. Das Obergeschoß des Turmes zieren zweigeteilte romanische Fenster. Im Innern der Kirche befindet sich eine barocke Kanzel aus dem Jahr 1716. Den Altar schmücken die vergoldeten Holzfiguren der Heiligen Benedikt und Maurus und ein kleines Ölgemälde des heiligen Wenzel. Dahinter erhebt sich die Figur der Jungfrau mit dem Kind. Alle Skulpturen stammen aus dem Kloster in Oslavany, das 1782 im Zuge der Josephinischen Reformen aufgelöst wurde. Dir Kirche ist von einer Steinmauer umgeben, die ursprünglich eine Schutzfunktion erfüllte. Unter der Kirche wurden Reste von Gängen entdeckt, durch die sie einst mit dem benachbarten Gutshof, im Volksmund „Purk“ genannt, verbunden war.




Kulturhaus
Ursprünglich hatte hier der Konsumverein „Eintracht“ seinen Sitz, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Versorgung der Dorfbevölkerung sicherstellte. An der Wand des Hauses erinnert eine Gedenktafel an Freifrau von Hirsch, die mit ihrem Gatten in jenen Jahren die Herrschaft Rosice besaß und die dem Verein den Grund zum Bau des Hauses als Geschenk überließ. Die Tafel wurde im Todesjahr der Freifrau (1899) angebracht, dann jedoch in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts entfernt und erst im September 2006 erneut enthüllt.


Pøíbram na Moravì

Kapelle des hl. Florian und der Jungfrau Maria
Den Grundstein für die Kapelle, die dem hl. Florian als Patron von Pøíbram geweiht wurde, legten die Einwohner des Ortes im Jahr 1992. Bis dahin diente ihnen nur eine kleine Kapelle mit einem Bild des hl. Florian am Ortsrand. Die neue Kapelle wurde 1999 fertiggestellt, sie hat den Grundriß einer Ellipse, an die sich weitere elliptische „Zellen“ anschließen. Im Süden befindet sich der Beichtstuhl, nach Norden hin der Vorraum und die Sakristei. Von ihrer gesamten Form her soll die Kapelle die Arche Noah symbolisieren. Für die außergewöhnliche architektonische Lösung wurde ihr Autor Aleš Fiala in einem Wettbewerb für moderne Sakralbauten ausgezeichnet. Eine Besonderheit im Innern sind die Plastiken der akademischen Bildhauerin Otýlie Šuterová − Christus mit hervorgehobenem Herzen, die Jungfrau Maria und der hl. Florian, der Kreuzweg und weitere.




Kreuz zum Gedenken an den Abzug der napoleonischen Armee
Die französischen Heere nahmen während ihres Feldzugs nach Mähren im Jahr 1805 wenig Rücksicht auf die örtliche Bevölkerung und machten ihr durch Beschlagnahmungen von Lebensmitteln und Futter für die Pferde sehr zu schaffen. Zur Feier ihres Abzugs stellten daher die Einwohner 1806 ein Gedenkkreuz mit folgendem Text auf: „Dieses Kreuz wurde nach dem Abzug der Franzosen aufgerichtet von der Gemeinde Pøíbram. Anno 1806.“




Pøíbramer Mühle
Im malerischen Tal des Baches Habøina befinden sich die weitläufigen Gebäude der einstigen Pøíbramer Mühle, die an den vergangenen Ruhm der Wassermühlen in der Region erinnert. Auch wenn die Mühle nicht öffentlich zugänglich ist, stellt sie durch ihre reizvolle Lage dennoch eine interessante Station am rot markierten Wanderweg dar, der das Tal des Bílý potok im Norden mit jenem der Oslava im Westen verbindet.



Rosice

Das Schloss
Das Schloss in Rosice, das die ehemalige mittelalterliche Residenz aus dem 13. Jahrhundert ersetzte, wurde in den Jahren 1570-1579 als ein typisches Renaissancegebäude mit dem arkadischen Vorhof erbaut. Diesen Umbau finanzierte die Familie Žerotín, die Rosice im Jahre 1562 gewannen. Trotz der Instandsetzungen in den folgenden Jahren sind viele Renaissancemerkmale am Schloss bis heute zu bewundern. Außer dominierenden Arkaden geht es um ein Gewölbe im Erdgeschoss und im ersten Stock, um steinerne Teile des Portals und der Säulen. Von April bis September finden im Schloss nicht nur Besichtigungen, sondern auch regelmäßige Ausstellungen in der Galerie und Konzerte der mittelalterlichen Musik statt. Am Ende des Schuljahres gibt es noch spezielle Besichtigungen des Schlosses für die Grundschüler.




St. Martins Kirche
Die St. Martins Kirche befindet sich unter dem Schloss. Romanische Fenster im Turm zeugen von ihrem Alter. Die gotische Sakristei kommt aus dem 13. Jahrhundert, die Nordkapelle aus der Hälfte des 14. Jahrhunderts. Ein Jahrhundert später wurde die Kirche in den gotischen Still umgebaut. Der jüngste Teil der Kirche ist die Südkapelle, die in der Renaissance aufgebaut wurde. Der Altar kommt aus dem Jahre 1768. In den folgenden Jahren wurde die Kirche mehrmals modernisiert. In der Nähe der Kirche gibt es den ehemaligen Friedhof.




Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit
Diese Kapelle ließ drei hundert Jahre her der damalige Landbesitzer Jiøí Hausperský von Fanal bauen. Die Kapelle ist architektonisch sehr interessant. Der Innenraum hat die dreieckige Form mit einem Altar in jeder Ecke. In dem ersten Stock gibt es zwei Oratorien und einen Chor, auf dem man bis den zweiten Weltkrieg alte Orgel spielte. Während des Krieges wurden sie leider zerstört. Bis dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Kapelle noch mit dem Schindel bedacht. Die Lindenallee mit 12 Gedenksteinen gehört zur Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit. Die Gedenksteine sind mit den Kreuzgangbildern gemeißelt. Der Kreuzweg bis zur Kapelle wurde vor allem durch viele Wallfahrten berühmt. Diese alte Tradition erhalte sich bis heute. Die Wallfahrt findet jedes Jahr am Feiertag der Heiligen Dreifaltigkeit statt - den achten Sonntag nach Ostern.



Vysoké Popovice

Kirche St. Johannes der Täufer
An der Stelle der heutigen Kirche stand ursprünglich ein romanischer Bau. Das frühere hölzerne Türmchen fiel 1882 einem Brand zum Opfer und wurde durch einen steinernen Turm ersetzt. Ihre heutige Gestalt hat die Kirche seit einem grundlegenden Umbau im Jahr 1910. Neben der Kirche befindet sich das Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert. Die Stunden schlagen vom Turm drei Glocken, die in den Jahren 1987-1992 ihre während des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzenen Vorgängerinnen ersetzten. Die größte, dem hl. Johannes dem Täufer geweihte Glocke wiegt stattliche 490 kg. Neben den drei großen Glocke hängt im Turm auch eine kleine Totenglocke von nur 28 kg, die sich als einzige aus dem 18. Jahrhundert erhalten hat.




Rathaus
Hier handelt es sich um das alte Schulhaus aus dem Jahr 1831, das nach 1945 für die Bedürfnisse der Gemeindeverwaltung umgebaut wurde. Heute befindet sich hier auch das Postamt.


Zakøany

Kapelle St. Donatus
Ursprünglich stand in der Dorfmitte eine hölzerne Kapelle, die 1856 durch einen Steinbau ersetzt wurde. Dieser litt durch den nicht fachgerecht ausgeführten Anbau der Schule so sehr, daß er 1888 abgerissen werden mußte. Im selben Jahr errichteten die Dorfbewohner "zu Lob und Ehren des hl. Donatus" eine neue gemauerte Kapelle, die bis heute ihrem Bestimmungszweck dient. Im Turm der Kapelle befinden sich zwei Glocken aus dem Jahr 1969. Die größere trägt den Namen der Heiligen Kyrill und Method, die kleinere ist Maria geweiht.




Bildstock und Gedenkstein
Am Fahrweg in Richtung Vysoké Popovice finden sich gegenüber der landwirtschaftlichen Genossenschaft ein schön verzierter Bildstock und ein Gedenkstein mit einem primitiv eingemeißelten Kreuz. Ursprünglich lagen hier drei dieser Steine zum Andenken an eine Liebestragödie. Der Überlieferung nach verliebten sich zwei Bursche aus Zakøany in dasselbe Mädchen, und bei einem Kampf zwischen den beiden Rivalen kamen schließlich alle beide und auch ihre Auserwählte ums Leben. An der Landstraße nach Vysoké Popovice steht auch eine steinerne Kapelle, die dem hl. Johannes von Nepomuk geweiht ist.


Zastávka

Grube Julius
Der Schacht Julius war eines der wichtigsten Bergwerke im Kohlenbecken von Rosice und Oslavany. Der Förderturm und die Kohlenwäsche, die über Zastávka aufragten, wurden für mehrere Generationen zum Symbol der Gemeinde. Neben der eigentlichen Kohleförderung gab es beim Schacht Julius auch Betriebe zur Produktion von Eierbriketts, die aus Kohlenstaub und einer Beimischung von Harzen hergestellt wurden. Die Grube wurde 1992 stillgelegt.




Kapelle des hl. Johannes des Täufers Am Ort der Kapelle stand früher das sogenannte Zechhaus, wo sich die Bergleute vor dem Einfahren in den Schacht Julius versammelten und ihre Arbeitsbefehle entgegennahmen. Später war hier der Konsumverein untergebracht, und 1911 schließlich wurde das Haus in eine Kapelle umgebaut, die dem hl. Johannes dem Täufer als dem Schutzpatron der Bergleute geweiht wurde.




Steinernes Haus
Das originelle Steinhaus am Ortsausgang in Richtung Vysoké Popovice wurde 1911 von František Pospíšil anstelle eines abgerissenen Gebäudes errichtet. 1937 erhielt es einen Anbau und diente fortan als Metzgerei. Heute wird das Haus privat genutzt.




Rotes Haus
Dieses ungewöhnliche Haus wurde 1920 von der Rossitzer Grubengesellschaft für vier Bergmannsfamilien errichtet. In den fünfziger Jahren wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Heute dient es als privates Wohnhaus.


Zbýšov

Kirche St. Martin
Die heutige neoromanische Kirche wurde in den Jahren 1893-94 an der Stelle eines früheren Gotteshauses erbaut, das bereits in einem bischöflichen Dekret aus dem Jahr 1676 Erwähnung findet. Damals verfügte die Kirche über nur einen Altar, zwei Glocken und einen silbernen Kelch, und daneben stand eine Hütte, in der ein Einsiedler wohnte. Beide Glocken haben sich bis in die heutigen Tage erhalten, die größere stammt aus dem Jahr 1652, die kleinere von 1762. Einer der heutigen Altäre ist der heiligen Barbara als Patronin der Bergleute geweiht. Eine Besonderheit ist die mit den Symbolen des Bergbaus verzierte Orgel.




Förderturm der Grube Simson
Die Grube Simson wurde 1848 eröffnet. Noch heute erhebt sich die Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene stählerne Fachwerkkonstruktion des Förderturms über dem Grubengebäude. Seit 1987 steht der Förderturm als technikgeschichtliches Denkmal unter Schutz, ist jedoch leider nicht öffentlich zugänglich.




Förderturm der Grube Jindøich II
Der Schacht Jindøich II war mit 1550 Metern das tiefste Steinkohlebergwerk in Tschechien und eines der tiefsten in Europa. Das Abteufen des Schachts erfolgte in den Jahren 1964–1969. Der für Besucher nicht zugängliche Förderturm steht unübersehbar in nordöstlicher Richtung vom Stadtzentrum.




Industriebahnmuseum
Auf dem Gelände der einstigen Grube Jindøich II hat heute das Industriebahnmuseum sein Domizil. Zu sehen sind hier Lokomotiven und Waggons, die aus stillgelegten Bergwerken, Steinbrüchen, Ziegeleien und von anderen schmalspurigen Werksbahnen in ganz Tschechien hierher gelangt sind. Gelegentlich finden auch Vorführfahrten von Schmalspurloks auf der früheren Anschlußbahn von Zbýšov nach Zastávka statt.